UMNUTZUNG EINER SCHEUNE ZUM WOHNHAUS

Bauherr: Familie Hollang / Brauner
Standort: Gemeinde Diera-Zehren, OT Naundörfel
Realisierung: 2007
Wohnfläche: 186 qm

Die Scheune ist Bestandteil einer um 1890 errichteten 3-Seiten- Hofanlage, welche in den
kommenden Jahren zu einem Mehrgenerationshof entwickelt werden soll.

Als erste Maßnahme vollzog der Bauherr den Umbau der Scheune zum Wohnhaus.
Die Planung sah grundsätzlich den Erhalt
der charakteristischen Scheunenarchitektur von außen und von innen vor.
Die Integration der Wohnfunktionen erfolgte durch das „Einstellen von eingeschossigen Kuben“,
welche die vorhandene Trag- und Raumstruktur
der Scheune aufnehmen. Die zwei Durchfahrten
(inkl. der Scheunentore) wurden erhalten: als Vorplatz zum Wohnungseingang mit Blickbeziehung
zur rückwärtigen Landschaft bzw. in die innere Scheunenarchitektur und als zusammengefasster
Wohn- und Küchenbereich.
Als notwendiges Belichtungselement erhielt der Westgiebel ein liegendes Fensterband.
Die sonstige Belichtung erfolgt im Wesentlichen direkt bzw. indirekt über die vorhandenen Öffnungen der Durchfahrten. Die „Kuben“ in Kombination mit dem Lichtgang zeigen sich als Einbauten selbstbewusst und zeitgemäß und wirken wie eingestellte Möbelstücke in der historischen Bausubstanz. Die farbig lasierte Tafelfassade aus Holz wird durch den Bauherrn in Eigenleistung noch hergestellt.