LÉON-FOUCAULT-GYMNASIUM 

 

Bauherr: Stadt Hoyerswerda

Standort: Hoyerswerda Stadtzentrum
Realisierung: 2002 bis 2004
Leistungsumfang: Gebäudeplanung, Teilleistung Innenarchitektur und Ausstattung
Nutzfläche: 8.234 m²
Bruttorauminhalt: 32.960 m³
 
Die Baumaßnahme beinhaltete den komplexen Umbau und die Sanierung des 3- zügigen Gymnasiums mit der Profilierung Naturwissenschaften, Sprachen und Kunst.
Über die Anforderungen des Raumprogramms der Schulbaurichtlinie hinaus wurden zusätzliche Bereiche wie großzügige Ateliers, spezielle Kunstwerkstätten, Freiarbeitsräume vorgesehen.  Für die unterrichtsübergreifende Anwendung der neuen Medien erfolgte eine nachhaltige Ausrüstung der Schule.
 
Der Schulbau wurde 1980 in Leichter Geschossbauweise errichtet. Der Gebäudekomplex umfasst zwei Klassengebäude, eine auf Stützen schwebende Aula, zusammengefügt durch einen Verbindungsbau. Die Fassaden, Spiegelbild der industriellen Bauweise, sind gekennzeichnet durch das Fugenbild und liegende Fensterbänder.
Die neue Tafelfassade aus Faserzement greift die ursprüngliche Architektur auf und entwickelt aus ihr heraus eine neue Qualität in Ausdruck und Form. Die kühle und zurückhaltende Farbgebung der Klassengebäude und des Verbindungsbaus spiegeln das konzentrierte Lernen und Arbeiten im Inneren wieder. Im Kontrast dazu steht der rote Kubus der Aula in Kombination mit der neuen Bibliothek als Ausdruck für Lebendigkeit, Freiarbeit und Kommunikation. Hier befindet sich das Zentrum der Schule.
Der neue Haupteingang, ein Rahmen aus Sichtbeton umfasst eine breit angelegte Treppenanlage. Er symbolisiert als Skulptur den anspruchsvollen, mutigen Umgang der Schule mit Kunst.
Die Innengestaltung setzt auf klare große Gesten, welche größtmöglichen Freiraum für kreative Inanspruchnahme bieten. Drei Kunstachsen, abgestimmt auf die Gebäudestruktur in den Akzentfarben Rot, Blau und Gelb, bestimmen das Bild und geben Orientierung. Die vorher improvisierten Galerien in den Fluren wurden zu professionellen Galerien ausgebaut.
Entsprechend darauf abgestimmt ist das Lichtkonzept. Die individuell entwickelte Möblierung, als mobiles Sitz- und Ausstellungssystem, ermöglicht eine flexible Nutzung und reagiert auf sich ständig verändernde Ansprüche.
Der Speise- und Caféteriabereich wurde zusammengelegt und präsentiert sich jetzt als eigenständiger Bereich.
Der ehemals ungenutzte Bereich unter der Aula wurde unterbaut und konnte für eine Licht durchflutete Bibliothek gewonnen werden. Entstanden ist eine neuartige Atmosphäre zum selbstständigen Recherchieren und Arbeiten.
Die Aula erhielt durch die Entnahme aller Einbauten, dem Freilegen des Dachtragwerks ein neues, großzügiges Raumgefühl. Die neuen Einbauten (Technikraum mit Bühnenwand etc.) wurden als Kuben eingestellt. Das Farbkonzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Helge Niegel entwickelt, der nach seinem Entwurf das Deckenbild realisierte.